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Lexikon

Whisky ist eine Spirituose aus Getreide-Maische. Diese wird destilliert und in Eichenfässern für mindestens drei Jahre gelagert. Whisky muss mindestens 40% Alkohol enthalten. Weltweit gibt es verschiedene Schreibweisen, mit und ohne „e“. Whisky ohne e schreibt man ihn in Schottland und Whiskey mit e schreibt man ihn u.a. in Irland.

Dieser kommt aus einer einzigen Brennerei und darf nur aus Maische gemälzter Gerste hergestellt worden sein. Single Malt startete seinen Siegeszug im Jahr 1963 als Glenfiddich begann ihn in Europa und den USA bekannt zu machen.

Beides meint das gleiche: Eine Abfüllung aus einem einzigen Fass. Der Begriff Single Barrel wird in den USA gebraucht, während man in Schottland eher den Ausdruck Single Cask verwendet.

So wird manchmal der frisch gebrannte New Make genannt. Es bedarf eine Reifezeit von drei Jahren bis sich die Spirituose Whisky nennen darf.

Ein Whisky aus mehereren Brennereien und mehreren Brennarten wird als Blend bezeichnet. Das Wort leitet sich vom altenglischen „blandan“ ab und bedeutet nicht mehr als „vermischen“.

Bezeichnung für eine Destille. Diese kann, im Gegensatz zur klassischen Pot Still, kontinuierlich brennen. Das bietet insb. wirtschaftliche Vorteile.

Als Pot Still wird die klassische Brennblase für die Whiskyherstellung bezeichnet. Diese ist zwiebelförmig und zwingend aus Kupfer.

Als Malz oder Whiskymalz bezeichnet man den Grundstoff für Single Malt Whisky. Man "mälzt" hierbei Getreide - insb. Gerste - um damit die Maische anzusetzen. Durch Wasser wird der Keimungsprozess angestoßen wobei Zucker entsteht.

Single Malt Whisky wird aus Gerste hergestellt und muss mindestens 3 Jahre im Fass reifen. Bourbon muss zu mindestens 51% aus Mais hergestellt werden und muss nur 2 Jahre in einem (neuen) Eichenfass reifen.

Rye Whiskey muss zu mindestens 51% aus Roggenmaische bestehen.

Für Grain Whisky darf jedes Getreide verwendet werden. Grain Whisky wird in sog. Column Stills hergestellt (Single Malt wird in Pot Stills hergestellt).

Ein Dram ist die Bezeichnung für ein (gut eingeschenktes) Glas Whisky. Häufig findet man auch die Variante "Wee Dram", was etwa soviel bedeutet wie ein kleines Glas Whisky. Die Menge ist hierbei nicht genau definiert. Das Wort wurde erstmals 1752 im 'Scots Magazine" erwähnt.

E150 ist die genaue Bezeichnung des Zuckerkulörs, der zur Färbung von Whisky verwendet wird. Viele Standard-Abfüllungen sind gefärbt um bei jeder Charge die gleiche Farbe erzeugen zu können. Die Mengen sind so gering, dass man den Zuckerkulör nicht schmecken kann.

Das ist die Bezeichnung für Whiskies, die nicht durch Wasser auf eine Trinkstärke herabgesetzt werden. Es handelt sich um die Stärke, die sie auf natürliche Weise erreicht haben.

Fast alle Whiskies werden vor dem Abfüllen gefiltert. Bei einer Kühlfiltrierung (chill-filtering) werden neben gröberen Teilen (z. B. vom Fass gelöste Holzstücke) auch Aromastoffe entfernt. Es gibt deshalb immer mehr Abfüller, die darauf verzichten.

Ein Whisky wird in ein weiteres Fass umgefüllt, um die Einflüsse von anderen Fasssorten, Spirituosen oder Weinen aufzunehmen.

In Schottland bezeichnet man Fässer als first fill, in denen vorher ein alkoholisches Getränk gelagert war und die zum ersten Mal mit einem Malt Whisky befüllt werden.

Das Hogshead ist das in Schottland übliche Fass für die Reifung von Whisky. Es wird i.d.R. aus Bourbon Fässern (Barrel = 200 Liter) umgebaut und besteht daher aus amerikanischer Eiche. Es werden jedoch ein paar Dauben mehr verwendet und so hat das Hogshead ca. 250 Liter Fassungsvermögen.

IDG steht für die "Irish Distillers Group" und war lange Zeit der Zusammenschluss der letzten verbliebenen Brennereien in Irland. Heute gehört die IDG zum Konzern Pernot Ricard.

Campbeltown ist eine Whiskyregion in Schottland in dessen Zentrum Kintyre liegt. Früher gab es dort bis zu 30 Brennereien. Heute gibt es nur noch 2 aktive Brennereien dort: Springbank und Glen Scotia.

Die Speyside ist eine Whiskyregion in Schottland und eine Subregion der Highlands. Aufgrund der hohen Brennereidichte wird sie als eigenständige Region innerhalb der Highlands geführt. Alle Brennerein liegen in der Nähe des Flusses "Spey". Inklusive der Speyside befinden sich ca. 90 Brennereien in den Highlands, der Großteil in der Speyside.

Islay, Campeltown, Highlands mit ihrer Subregion Speyside, Lowlands und die Islands. Die mit Abstand höchste Brennereidichte ist der Speyside.
Die Insel Islay ist eine Whiskyregion in Schottland. Islay ist bekannt für rauchige Single Malts, wie Bowmore, Ardbeg oder Lagavuling. Einige Brennreien stellen tlw. auch nicht-rauchigen Whisky her - so wie Bruichladdich, Bunnahabhain oder selten auch Caol Ila.
Ardmore ist eine Whiskybrennerei in den schottischen Highlands. 1898 gegründet gehört sie heute zum Spirituosenkonzern Beam Suntory. Der Ardmore Whisky zeichnet sich durch eine leichte Rauchigkeit aus, unüblich für die meisten Highland Brennereien.

Die Fettercairn Brennerei ist eine Whiskybrennerei in den schottischen Highlands. Ausgesprochen wird sie "Fetter Kern", weshalb wir ihn liebevoll den Avocadowhisky nennen (besteht aus Fett und Kern). Fettercairn Whiskys sind in der Regel leicht nussig und eher würzig.

Glenshiel ist eine Namenslizenz und keine eigene Brennerei. Der Whisky dahinter kann aus verschiedenen Brennereien stammen, die nicht immer klar sind. Die vermutlich häufigsten Abfüllungen stammen aus der Loch Lomond Brennerei, aber z.B. auch Abfüllungen aus der Glenrothes oder Glenfarclas Brennerei sind bekannt.

Ben Nevis ist eine Malt Whisky Brennerei in den westlichen Highlands. Die Brennerei liegt am Fuße des höchsten Bergs Schottland, dessen Namen die Brennerei übernommen hat.

Ben Bracken ist schottischer Whisky des Herstellers "Clydesdale Whisky Company". Weder ist Ben Bracken der Name einer Brennerei noch ist die Clydesdale Whisky Company eine richtige Firma (mit Merkmalen wie Gebäuden oder Telefonnummern :-)). Ben Bracken ist dafür bekannt mit dumpingpreisen über Lidl vertrieben zu werden.

Diageo ist der größte Spirituosenkonzern der Welt. Zum Konzern zählen zahlreiche Whiskybrennereien (Caol Ila, Lagavulin, Oban, Bushmills, ...) aber auch bekannte Biermarken, wie Guinness.

Hinter Williamson Whisky steckt die Islay Brennerei Laphroaig. Verkauft Laphroaig einen Teil ihrer Fässer an unabhängige Abfüller tun sie dies nicht unter ihrem eigenen Namen, sondern under dem Namen "Williamson". So verhindern sie, dass unabhängig abgefüllte Whiskys unter gleichem Namen erscheinen. Außerdem wird ein Tropfen eines anderen Malts hinzugefügt, sodass der Whisky nicht mehr Single Malt genannt werden kann. Die Menge ist so gering, dass es keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack hat, aber dadurch wird aus dem Single Malt ein Blended Malt Whisky. Man nennt einen solchen Whisky auch "Teaspooned Whisky", denn es reicht rechtlich schon ein Teelöffel eines anderen Malts um aus hunderten Litern Single Malt einen Blended Malt zu machen.

Staoisha Whisky kommt aus der Islay Brennerei Bunnahabhain. Der Name wurde von Bunnahabhain gewählt, da sie aus dem gleichnamen See Staoisha ihr Wasser zum Brennen beziehen.

Glen Breton ist der Whisky der kanadischen Brennerei Glenora. Glenora gewann einen Rechtsstreit, indem die SWA/Schottland den Namen „Glen“ verbieten lassen wollten.

Highland Park ist eine schottische Malt-Brennerei. Sie liegt auf der Insel Orkney.

Caol Ila ist eine Whiskybrennerei auf der Insel Islay, Schottland. Sie wurde bereits 1846 gegründet. Die meisten Caol Ilas sind rauchig, aber es gibt auch nicht-rauchige Varianten. Die Brennerei produziert ca. 6,5 Mio Liter Alkohol pro Jahr.

Dies war eine Auseinandersetzung zwischen den schottischen und irischen Produzenten nach der Jahrhundertwende um 1900. Nach einjähriger Verhandlung entschied ein Gericht in London am 26. Februar, dass alle Getreidesorten für die Herstellung von Whisky verwendet werden dürfen. Darüber hinaus darf auch der Brant der sog. Patent Stills (Kolonnenbrennanlagen) als Whisky / Whiskey bezeichnet werden.

Whisky stellt man in den folgenden Schritten her:

Getreide vorbereiten, schroten, maischen, gären, brennen, mind. 3 Jahre in Eichenfässern lagern.

Einfach gesprochen wird ein Bier hergestellt (natürlich ohne Hopfen) und dieses wird dann destilliert.

Vermutlich waren es irische Mönche, die die Kunst des Destillierens von ihren Missionsreisen mitbrachten. Das erste Schriftstück mit einer Erwähnung von Whisky stammt aus Schottland (1494), jedoch die älteste Brennerei der ist in Irland (Bushmills - 1608).

Die älteste lizensierte Brennerei der Welt ist Bushmills (1608). Die älteste dauerhaft lizensierte Brennerei ist Kilbeggan 1757. Beide Brennereien liegen in Irland.

1823 wurden die Steuern in Großbritannien erstmals so weit gesenkt, dass die legale Herstellung von Whisky wirtschaftlich lukrativ wurde.

Der Gentleman Jack ist ein amerikanischer Whiskey (kein Bourbon). Er ist nach Jack Daniel benannt. Man sagt Jack Daniel nach ein typischer Gentleman des Südens gewesen zu sein.

Gordon and MacPhail ist eine Firma aus Schottland und einer der ältesten unabhängigen Abfüllern.

Der Hair of the Dog ist ein Rezept gegen den Kater am nächsten Morgen. Der Drink besteht aus Scotch, Sahne und Eis. Am Ende wird noch ein Hundehaar hinzugegeben. Die Wirkung ist fraglich :-).

Neben Wasser und Getreide ist Hefe die 3. Zutat im Whisky. Durch die Hefe wird aus der "Wash" das "Beer". Hier entsteht Alkohol durch Gärung.

Benrinnes ist eine Whiskybrennerei in der Region Speyside. Sie liegt am gleichnamigen Berg Ben Rinnes, dessen Namen sie übernommen hatte. Gegründet wurde Benrinnes 1834 und gehört heute zum Spirituosenkonzern Diageo.